Freitag, 10. August 2012

Museum der bayerischen Könige



Das neue Museum der bayerischen Könige ist wirklich sehr modern gestaltet. Am Empfang kann man seine Taschen abgeben und bekommt einen Audio Guide und dann kann es auch schon losgehen.
Zuerst gelangt man zum rießigen Stammbaum der Familie Wittelsbach, der bis 1100 zurückreicht, dann kommt man in den großen Saal der Schlösser. Dort steht in der Mitte groß aufgebaut ein Prunkaufsatz für die Hoftafel. Zusätzlich Büsten von König Ludwig II und Prinz Otto als junge Männer und als Kinder. Und auch die Eltern König Maximilian II und Königin Marie. An den großen Schautafeln kann man auf seinem Audioguide die entsprechende Nr. eintippen und bekommt dann alles Wissenswerte zu Schloss Hohenschwangau, Herrenchiemsee, Neuschwanstein, Linderhof, die geplanten und nicht realisierten Bauwerke am Plansee und Burgruine Falkenstein, sowie die Residenz in München und Schloss Nymphenburg zu hören. Mit modernen Touchscreen Computern hat man im ganzen Museum die Möglichkeit noch mehr Fotos zu sehen und noch mehr zu erfahren z.B. welcher Monarch welche Bauwerke veranlasst hat und wie sich das Königreich Bayern im Laufe der Jahre und Kriege verändert hat. Zudem sieht man in den Vitrinen besondere Exponate wie das Jagdgewehr von Maximilian II oder kostbare Geschenke, die Ludwig II gemach hat. Hinter diesem großen Raum befindet sich ein lichtdurchfluteter Tunnel mit Blick auf die herrlichen Berge und den Alpsee. Dort hat man die Möglichkeit noch in einem dicken Buch über die Wittelsbacher nachzulesen und sich auch die Wappen genau anzusehen. Der nächste Durchgang zeigt Bilder der 6 bayerischen Könige. Dann kommt man in den nächsten großen Bereich der Kunst, Bauwerke und Technik. Hier findet man Computersimulationen der geplanten und teilweise auch umgesetzten technischen Meisterwerke von Ludwig II wie die Venusgrotte, den Wintergarten mit See auf dem Dach der Residenz, man sieht wertvolle kunstvolle Geschenke an die Könige und man kann sich Wagners Lohengrin anhören und dabei den pompösen Mantel von Ludwig II bestaunen. Und natürlich darf auch der mysteriöse und bis heute vertuschte Tod von Ludwig II nicht fehlen. Ich finde es zumindest ja schonmal sehr fortschrittlich, dass man zu lesen bekommt, dass die näheren Umstände bis heute ungeklärt sind. Wenn man vor Schloss Neuschwanstein steht und eine Mutti ihrem Kind erzählt, dass König Ludwig keinen Schwimmkurs besucht hat und deswegen ertrunken ist, muss man sich schon sehr zusammenreißen, um sich nicht einzumischen und aufzuklären, dass Ludwig sehr gerne einmal quer durch den Alpsee geschwommen ist und ein solcher rießen Mensch nicht einfach so mal eben ertrinken kann..... Aber dafür ist ja nun das Museum da!
Zum Schluss geht es die Treppen wieder hinunter ins Erdgeschoss, wo noch einmal die Zeit nach Ludwig II bis heute behandelt wird. Wer wurde danach König und wie ging die Monarchie zugrunde. Dort sieht man das rießige Tafelservice aus Nymphenburger Porzellan, welches Ludwig III.und seine Frau zur goldenen Hochzeit geschenkt bekommen hat.

Das Museum steht in absolut herrlichster Kulisse. Diese kann man sehr gut im neu gemachten "Alpenrose am See" bei einem Cafe oder aber auch bei einer Gemüsesuppe nach Sisi-Art oder einer Kartoffelsuppe nach Ludwig-Art besonders genießen.


Von innen bin ich persönlich allerdings sehr entäuscht. Das Design ist stark dem des Museums angepasst. Weiß und Schwarz ohne irgendwelche dekorativen Elemente, außer einem Bild von Ludwig I. Ich hatte mir wirklich etwas mehr erwartet. Etwas mehr königlicheres.... mit Stuck und Kronleuchtern!

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